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Akustisches Raumkonzept für die den Kaiserdom in Frankfurt

Ausgangspunkt für die Erarbeitung eines akustischen Raumkonzepts ist für unsere Spezialisten immer eine Akustikanalyse mit der Ausarbeitung einer Gesamtbetrachtung der bestehenden Verhältnisse. Dies betrifft raumakustische wie gleichermaßen elektroakustische Maßnahmen mit dem Ziel, eine gute Harmonie zwischen Sprachverständlichkeit und Musikqualität zu erreichen.

Primäres Ziel der Maßnahme ist das Erreichen einer guten Sprachverständlichkeit für alle Zuhörer. Im Kirchenraum wurden Messungen zur Ermittlung der bestehenden akustischen Situation durchgeführt. Aus diesen Daten und Erkenntnissen wurde anschließend ein 3D-Raumsimulationsmodell angefertigt. Im Rechenmodell erfolgten Simulationsberechnungen zur Darstellung der akustischen Raumsituation.

 

Die Messungen wurden mit der Software „EASERA und Systune“ und zertifizierter „Klasse 1“ Audio-Messtechnik von Brüel & Kjaer durchgeführt. Grundlage für alle Berechnungen lieferte die Simulations-Software „EASE“ (Enhanced Acoustic Simulator for Engineers) von Prof. Dr. W. Ahnert und das “Aura” Modul von Prof. Dr. W. Vorländer.

 

Zur schalltechnischen Raumbeurteilung sind die nachfolgenden Aspekte wichtig und wurden im Einzelnen analysiert:

• Überprüfung der optischen und akustischen Sichtlinien, störender und nützlicher Reflexionen, Strahlungskonzentrationen, Echos und Flatterechos.

• Messung der raumakustischen Parameter wie Nachhallzeit (T), Early Decay Time (EDT), die Bassanteile (BR), die Höhenanteile (TR), Luidheid (Gmid), Clarity (C80), Speech Transmission Index (STI) entsprechend  DIN-EN-ISO 3382-1 und IEC 60268-16.

Die Nachhallzeit und der STI-Wert sind von besonderer Bedeutung für die Sprachverständlichkeit. Die anderen Parameter ermöglichen die Bestimmung und Berechnung der Qualität der  Musikübertragung. Die Ergebnisse und Messdaten bilden dann die Grundlage für das raumakustische Simulationsprogramm. Das Kernprogramm ist die Design-Engine, in der die Lautsprecher platziert, alle Berechnungen ausgeführt und deren Resultate dargestellt werden. Der Programmteil  Auralisation“ ermöglicht das tatsächliche Hineinhören in den Raum und gibt letztlich hohe Planungssicherheit für die Auswahl der richtigen technischen Komponenten.